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Medizin-Sensation: Erster Schlaganfall-Patient mit Stammzellen behandelt

Donnerstag, 25.11.2010

Schottische Ärzte haben in Glasgow  einem Schlaganfall-Patienten erstmals mit Stammzellen behandelt, um dessen geschädigte Gehirnzellen zu reparieren. Der ältere Herr bekam als weltweit erster Patient eine Dosis Nerven-Stammzellen. Diese wurden ihm im Rahmen einer Studie in die Teile des Gehirns eingesetzt, die bei einem Schlaganfall beschädigt worden sind. Er hätte die Injektion gut verkraftet, teilten seine Ärzte den Medien mit.

Durch die Therapie soll eine bessere geistige und körperliche Verfassung des Patienten erreicht werden. Die Stammzellen -Behandlung ist aber nicht frei von Kritik, wurden doch die Stammzellen von menschlichen Föten verwendet. Neben dem bereits behandelten Patienten sind noch weitere Männer über 60 Probanden, die einen Schlaganfälle erlitten und durch verschiedene andere Behandlungen wenige oder gar keine Verbesserung ihres Zustandes zeigten. So sei sichergestellt, dass sich keine Verschlechterung durch die Therapie einstelle. Viele Schlaganfall-Patient leiden später an Lähmungen oder Sprachstörungen und sind auf Pflege angewiesen.

2011 sollen im Zuge der Studie bis zu zwölf Patienten zunehmend höhere Dosen mit Stammzellen verabreicht bekommen. Neben der neuen Therapie mit Stammzellen gibt es auch ein neues Medikament, das Schlaganfall- Patienten Hoffnungen schenkt: Das Medikament Xarelto überzeugte in einer großangelegten Studie mit über 14 000 Probanden. Der Wirkstoff Rivaroxaban verringert das Schlaganfall-Risiko um 21 Prozent gegenüber dem bisherigen Medikament Warfarin. Es wurde von Bayer entwickelt  und wird bereits zum Schutz vor Thrombosen nach größeren orthopädischen Eingriffen eingesetzt. Jetzt soll es auch bei Patienten mit Vorhofflimmern mit einem erhöhten Schlaganfall-Risiko eingesetzt werden.