Medizinstudie: Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen nimmt zu
Freitag, 12.11.2010
Die Studie der Medizin-Hochschule Hannover lässt die Alarmglocken läuten: Der Alkoholmissbrauch stieg innerhalb von acht Jahren um 166 Prozent bei den Jugendlichen. Auch psychische Störungen scheinen sich zu einer Volkskrankheit unter Jugendlichen zu entwickeln.
Die Wissenschaftler werteten für das aktuelle Weißbuch 2010/11 der Krankenkasse in Zusammenarbeit mit der KKH-Allianz die Krankengeschichten von 200.000 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 21 Jahren aus. "Danach stieg der Alkoholmissbrauch unter ihnen zwischen 2000 und 2008 um 166 Prozent", berichteten die Forscher dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Alkohol-Fälle verdreifachten sich bei den 17- bis 21-Jährigen.
Auch psychische Störungen neben bei den zwölf- bis 21-Jährigen offenbar immer häufiger zu. Mehr als jeder sechste lässt sich einmal im Jahr wegen Depressionen, Belastungsdruck oder anderer Angststörungen behandeln. Dieser negative Trend setzt sich auch nach 2009 fort, sagen die Forscher. Die Alarmstudie berücksichtigt nur Daten von Fällen, von denen die Krankenkasse auch erfuhr. Die Dunkelziffer wird um ein vielfaches höher liegen.
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