Mikrokapseln für eine dosierte Medikamentenabgabe im Körper
Freitag, 09.10.2009
Die Nanotechnologie macht es möglich. In Zukunft sollen die Medikamente erst dort freigesetzt werden, wo sie auch wirklich benötigt werden. Dies soll mit Hilfe von mikroskopisch kleinen Kapseln vonstattengehen, die die Medikamente direkt in die Zellen liefern und dort auf Befehl freisetzen. Diese Technologie wurde von Forschern an der Queen Mary Universität in London entwickelt. Noch laufen die Forschungen auf Hochtouren. Mit ersten Testreihen für sinnvolle Anwendungen wird in den nächsten fünf Jahren gerechnet.
Diese Mikrokapseln sollen später beispielsweise das Insulin für Diabetiker im Körper auf Vorrat speichern, die es dann ausschütten, wenn der Blutzuckerspiegel fällt. Die entwickelten Kapseln sind nicht größer als eine Bakterie und bestehen aus Streifen eines resistenten Materials, welches die Kapseln umschließt, in denen die verschiedenen Medikamente und Wirkstoffe enthalten sind. Die Kapseln geben mittels Elektroporation ihren Inhalt an die Körperzellen ab: Kleine elektronische Stöße machen die Zellmembran vorübergehend durchlässig, sodass der Wirkstoff abgegeben werden kann. Die Körperzellen nehmen durch diese Prozedur keinen Schaden.
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